Studium der Veterinärmedizin
Eigentlich könnte man denken, dass man Tierarzt, also Veterinärmediziner, so gut wie überall werden kann. Das ist aber nicht so, denn in Deutschland gibt es nur fünf Hochschulen, die diese Studienrichtung anbieten: Hannover, Berlin, Leipzig, Gießen und München. Man kann sich auch nicht direkt bei den Hochschulen bewerben, sondern muss den Weg über die zentrale Studienplatzvergabe (ZVS) gehen. Zum Studium braucht man entweder die allgemeine Hochschulreife, sprich das Abitur, oder einen als gleichwertig anerkannten Abschluss.
Das eigentlich Studium der Veterinärmedizin gliedert sich dann in mehrere Teile, und wird teilweise auch von den verschiedenen Hochschulen unterschiedlich gehandhabt. Grundsätzlich gibt es zwei Varianten: in der klassischen Form wird nach Fächern unterschieden, also etwa nach Chirurgie oder innerer Medizin. Beim Studium nach der amerikanischen Methode dagegen wird nach Tierarten unterschieden, also beispielsweise nach Pferden, Kleintieren oder Wiederkäuern. Einzigartig in Deutschland: die Leipziger Universität bietet eine Mischform aus beiden Methoden an. Die Regelstudienzeit beträgt dabei einheitlich elf Semester.
Ein Studium der Veterinärmedizin ist nach wie vor sehr begehrt. Auf einen Studienplatz kommen im Schnitt fünf Bewerber. Als Mindestnote im Abitur gilt hier 2,5. Dabei legen die einzelnen Universitäten aber noch besonderen Wert auf die Noten in den in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie und Biologie. Die Hochschulen in Berlin und Hannover führen zudem einen Eignungstest durch.
Fachliteratur und Bücher zur Veterinärmedizin gibt es reichlich, hier sollte der angehende Mediziner den Rat einer spezialisierten Buchhandlung einholen. Ein Standardwerk ist auf jeden Fall das "Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie für die Veterinärmedizin" von Hans-Hasso Frey und Wolfgang Löscher, erschienen im Enke-Verlag. Ein weiteres sehr verbreitetes Buch ist "Klinische Labordiagnostik in der Tiermedizin" von Wilfried Kraft und Ullrich M. Dürr, erschienen bei Schattauer.
Die Aufgaben des ausgebildeten Veterinärs sind später recht vielfältig. Neben der Betreuung von Haus- und Kleintieren spielt seine Arbeit auch in der Landwirtschaft eine wichtige Rolle. So obliegt ihm unter anderem die Kontrolle und Bekämpfung von Tierseuchen und die Überwachung der Lebensmittelhygiene.
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