Jobs und Stellenanzeigen

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Die Situation der Bewerber auf dem Arbeitsmarkt hat sich mit der Zunahme digitaler Medien und den vielfältigen Möglichkeiten, die das World Wide Web heute bietet, grundsätzlich verändert. Trotz aller Technisierung ist jedoch der persönliche Kontakt zum späteren Arbeitgeber einer der wichtigsten psychologischen Momente bei einer Bewerbung.

Neben der Onlinebewerbung gewinnt die scheinbar durch die Computerisierung überkommene, schriftliche Bewerbung erneut Bedeutung. Es gibt jedoch einige Dinge, die die beiden Genres deutlich voneinander unterscheidet. Während bei der multimedialen Bewerbung eigentlich selbstverständliche Aufgaben vom elektronischen Arbeitsgerät übernommen werden, hat das in der Praxis ausgeführte, schriftliche Bewerbungsschreiben doch einige Tücken. So sollte peinlichst auf den einwandfreien Zustand der Papierbögen geachtet werden. Fettflecken oder abgeknickte Kanten oder gar Risse sind der sicherste Weg ganz schnell wieder in der Postabteilung zu landen. Ganz eindeutig die Einstellung der Personalsachbearbeiter: Der äußere Zustand der Bewerbung ist ausschlaggebend. Was eventuell vorhandenes praktisches Genie angeht, darüber wird – oder aber eben auch nicht – später entschieden.

Was nun das Bewerbungsfoto angeht, eine weitere sehr heikle Angelegenheit, so ist natürlich ein Foto aus dem letzten Urlaub oder auch eines aus dem Fotoautomaten unbedingt zu vermeiden. Das Foto sollte von einem gewerblichen Fotografen beziehungsweise von einem Amateur, der wirklich Bescheid weiß, geschossen und entwickelt werden. Hier bereits macht sich für den Personalbeauftragten verschärft die Persönlichkeit des Bewerbers bemerkbar, die doch so wichtig ist. Selbstverständlich ist ebenso, dass keine relevanten Dokumente fehlen dürfen.

In der Arbeitswelt und auch in der Gesellschaft im Allgemeinen ist es heute aus verschiedenen Gründen wichtig wie nie, die deutsche Sprache und Rechtschreibung zu beherrschen. Finden sich orthografische Fehler in dem Schreiben, so lässt das auf einen niedrigen Bildungsstand des Bewerbers schließen, unabhängig von seinen dokumentarisch beglaubigten Schulabschlüssen.

Weiter ist natürlich zu beachten, dass das Bewerbungsschreiben aktuell und auf die Belange der Firma zugeschnitten ist. Auch innovative Bewerbungen oder ein aktueller Karriereratgeber, sind durchaus ein Weg, vielleicht auf der richtigen Seite des Schreibtisches zu landen.

Grundsätzlich stellt sich die Frage, warum man sich mit Jobs und Stellenanzeigen beschäftigt. Sucht man den ersten Weg in die Arbeitswelt oder hat man bereits in einem Beruf gearbeitet? Wie ist der Beruf, für den man sich entscheiden möchte, beschaffen? Erfüllt er auch die Erwartungen? Der Beruf, den ein Mensch ausführt, ist ein großer Teil seines Lebens. Ist ein Arbeitnehmer mit seiner Arbeit unzufrieden, ist er beinahe zwangsläufig auch mit seinem Leben unzufrieden. Das beschwört Konfliktsituationen jeder Dimension herauf. So kann sich die Unzufriedenheit in ernster Krankheit äußern, in Suchtmittelabhängigkeiten, in politischen Fehlentscheidungen, soweit es etwas zu entscheiden gibt, in purer Lebensunlust, Depressionen bis hin zum Selbstmord. Die Entscheidung für einen Beruf oder eine Berufsausbildung ist deswegen durchaus ein ernstes, lebensentscheidendes Thema, das gründlich überlegt werden sollte.

Schlagworte: Jobs

Dieser Artikel wurde von Caro geschrieben.