Ermitteln welches Studium man anstreben soll?

Die allgemeine Hochschulreife, wie das Abitur auch heißt, berechtigt zur freien Wahl eines Studiengangs an einer Hochschule oder Fachhochschule. Natürlich gibt es fachbezogen Zugangsbeschränkungen, denn die Zahl der Studienplätze ist begrenzt und auch bestimmte Leistungen müssen von Fach zu Fach nachgewiesen werden. Dennoch ist hat der Abiturient die Wahl.
Es gibt drei Gruppen von Studenten. Die einen Betrachten die Wahl des Studienfachs als wirtschaftliche Entscheidung, die zweite such nach Wegen sich im Studium selbst zu verwirklichen und die dritte Gruppe verfolgt vorwiegend ideelle Ziele. Die drei Kriterien bei der Studienwahl schließen sich nicht gänzlich aus, aber je nach Schwerpunkt fallen die Entscheidungen unterschiedlich aus.
Interesse am Fach
Jeder sollte sich fragen: Welches Studium passt zu mir? Im Vordergrund sollte immer das Interesse für das Fach stehen und natürlich sollte sich dieses Interesse auch schon in den Zeugnisnoten manifestiert haben. Ein weiterer Aspekt sind die Berufsaussichten, die ein Fach verheißt. Da aber besonders Fächer, mit vermeintlich guten Karrierechancen wie Betriebswirtschaft oder Jura besonders gefragt sind, ist schon das nicht immer leicht, denn letztendlich entscheidet neben der Leistung die Nachfrage im Markt.
Sehr gute Chancen haben bei einem erfolgreichen Studium heute Ingenieure. Juristen und Wirtschaftswissenschaftler müssen gute bis sehr gute Leistungen bringen, wenn sie später beruflich Karriere machen wollen. Naturwissenschaftler haben meist dann gute Aussichten, wenn sie erfolgreich promovieren. Ein vergleichsweise hohes Risiko haben Geisteswissenschaftler, wobei hier die Ausrichtung, die Universität und die Leistung über den späteren Berufsweg entscheiden. Medienfächer sind sehr beliebt, die Studenten riskieren aber später jahrelange Praktika. Die Aussichten auf eine Festanstellung sind eher gering.
Alternativen zum Hochschulstudium
Grundsätzlich stellt sich auch die Frage, ob ein Fachhochschulstudium oder ein duales Studium, vielleicht auch die betriebsbezogene Ausbildung bessere Chancen bietet, als ein Hochschulstudium. Viele Fächer habe bis heute eine eher akademische Ausrichtung, auch wenn sich die Ausbildungssituation durch den Bologna-Prozess verändert hat. Sofern das Studium das nicht ausdrücklich vorsieht, sollte jeder Studiengang genutzt werden, um praktische Berufserfahrung zu sammeln, zum Beispiel durch Praktika in den Semsterferien. Jeder weitere Nachweis praktischer Berufserfahrung erhöht die Chancen auf einen erfolgreichen Berufseinstieg.



